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Schwangerschaft – wie die Chiropraktik helfen kann.

Kaum jemals im Leben finden im menschlichen Körper so viele Veränderungen statt wie bei einer Frau in der Schwangerschaft. Der Fetus, das werdende Kind, fordert mit seinem Wachstum immer mehr Raum und einen immer grösseren Anteil an den Ressourcen des weiblichen Körpers. Dabei ändert sich vieles, vom Gleichgewicht der Hormone bis zur Belastung der Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke durch das neu verteilte Gewicht im Bereich des Beckens.

Der Schwerpunkt verschiebt sich
D
er Schwerpunkt des menschlichen Körpers ist der Punkt, an dem eine Kraft ihn hochheben könnte, ohne dass er sich in irgendeine Richtung dreht. Es ist also der Punkt, an dem alle Drehkräfte im Gleichgewicht sind. Beim Menschen befindet er sich nahe der Wirbelsäule im Lendenbereich. Diese ist somit optimal belastet, denn physikalisch gesehen konzentriert sich die gesamte Masse des Körpers im Schwerpunkt.

Das zusätzliche Gewicht von drei bis sechs Kilogramm am Ende der Schwangerschaft verschiebt den Schwerpunkt des weiblichen Körpers nach vorne in Richtung des Bauchraumes. Da er sich nun von der Achse der Wirbelsäule entfernt hat, wird diese stärker durch seitliche Kräfte belastet. Hinzu kommt das zusätzliche Gewicht.

Das Becken muss sich anpassen
Das Volumen der Gebärmutter nimmt im Laufe der Schwangerschaft um etwa das Hundertfache zu – auf ungefähr sechs Liter kurz vor der Geburt. Dieses Wachstum belastet das Becken mit seinen Gelenken, Bändern und Muskeln besonders stark, da es sich ständig dem grösser werdenden Fetus anpassen muss.

Treten dabei Schmerzen auf – oft zum Beispiel im Kreuz und in den Iliosakralgelenken, die die breiten schaufelförmigen Beckenknochen mit dem Kreuzbein verbinden - , können sich die Muskeln verspannen und die Anpassung des Beckens blockieren. Das bedeutet nicht nur Stress für die werdende Mutter, sondern auch für das werdende Kind.

Wie die Chiropraktorin helfen kann
Mit gezielten Behandlungen lockert sie die Blockaden im Bereich des Beckens, steigert so das Wohlbefinden für Mutter und Kind und mindert das Risiko für Komplikationen bei der Geburt.

Studien haben gezeigt, dass Frauen in chiropraktischer Behandlung mehr natürliche Geburten haben und weniger Kaiserschnitte benötigen. Ihre Babys haben ein geringeres Risiko für Schiefhals (Torticollis) und Koliken.

Was die Steisslage betrifft, setzt die Chiropraktorin immer zuerst bei der Optimierung des Beckens an. Indem sie dessen Funktion verbessert, schafft sie die besten Voraussetzungen dafür, dass der Fetus sich von selbst in die richtige Lage drehen kann. Zwar beherrschen jeder Chiropraktor und jede Chiropraktorin auch die klassischen Drehtechniken, doch diese erweisen sich oft als überflüssig, wenn man nur der Natur ihren Lauf lässt beziehungsweise ihr dabei hilft.

Neben der eigentlichen Behandlung berät die Chiropraktorin schwangere Patientinnen auch in Fragen der Bewegung, Gymnastik und Ernährung.

Bewegung ist ein Schlüssel zum Wohlbefinden von Mutter und Kind
V
iel Bewegung, auch Sport in leichter Form, ist für Schwangere aus verschiedenen Gründen von Vorteil. Zum einen verbessert sie allgemein das Wohlbefinden und den Schlaf. Zum anderen wird sie sich mit einem Plus an Fitness nach der Geburt schneller wieder erholen. Viele Beschwerden, die mit einer Schwangerschaft verbunden sein können, zum Beispiel Kreuzschmerzen, Krampfadern in den Beinen und Verstopfung, treten bei einem aktiven Lebensstil weitaus seltener auf. Auch ist das Risiko kleiner, übermässig an Gewicht zuzunehmen.

Besonders wichtig sind Übungen, die die Muskeln des Beckenbodens trainieren. Sie bereiten die Frau auf die Höchstleistung vor, die sie bei der Geburt zu erbringen hat. Zudem wird sich das Becken mit all seinen Muskeln, Bändern und Gelenken nach der Geburt schneller wieder erholen.

Die optimale Ernährung in der Schwangerschaft
Eine ausgewogene, vielfältige Ernährung mit reichlich Eiweiss,  Vitaminen, Eisen und anderen wichtigen Mineralstoffen ist die beste Empfehlung für Schwangere. Sehr gut sind zum Beispiel viel frische Früchte, reichlich Gemüse und Vollkornprodukte. Viel Wasser, etwa acht bis zehn Glas pro Tag, am besten Leitungswasser, versorgt Mutter und Kind mit der nötigen Menge an Flüssigkeit. Vorsicht sollte man mit Fruchtsäften walten lassen; zuviel davon können bei dafür anfälligen Frauen das Risiko von Schwangerschaftsdiabetes steigern. Natur ist am besten und birgt das geringste Risiko, deshalb tut eine schwangere Frau gut daran, Lebensmittel mit künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen zu meiden.

Der Kaiserschnitt ist keine sanfte Methode
Keine Wehen, keine Schmerzen dank Narkose – für die Frau ist ein Kaiserschnitt auf den ersten Blick eine sanfte Methode der Geburt. Doch das ist ein Irrtum: Wie jede Operation ist auch ein Kaiserschnitt ein schwerer Eingriff in den menschlichen Körper, und wie jede andere Operation trägt auch er Risiken in sich, sei es als Nebenwirkung der Narkose oder als Gefahr von Infektionen oder anderen Komplikationen, die die Gesundheit von Mutter und Kind bedrohen können.

Die wirklich sanfte Geburt ist eine natürliche, spontane Geburt mit wenig Schmerzen dank guter Vorbereitung. Die Chiropraktik kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
 

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